Naturbahn Weltmeisterschaften im Passeiertal Südtirol, Italien
Silber und Bronze für ÖRV Herren Thomas Kammerlander und Thomas Schopf
Die Bergkristallbahn im Italienischen Passeiertal war an diesem Wochenende Schauplatz der 17 Weltmeisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn. Beste Streckenverhältnisse warteten auf die Sportler aus 14 Nationen. Erstmals sind auch Asiatische Rodler bei einer Naturrodel WM mit von der Partie gewesen.
14 Nationen waren bei der diesjährigen Naturbahn-WM vertreten
Die Österreichischen Naturbahnrodler erreichten an diesen FIL Meisterschaften ganze 4 Medaillen. Nicht ganz so erfolgreich wie vor zwei Jahren in Kanada, doch war man diesmal in Südtirol doch gewissermaßen in der Höhle des Löwen.
Die Medaillen wurden von Peter Fill, Skirennläufer überreicht
Sportdirektor Schneebauer mit den Silber-Medaillen-Gewinnern Teambewerb
Nach der Auftaktmedaille im Teambewerb mit Österreich 1 (Melanie Batkowski, Thomas Schopf und im Doppel mit Christian und Andreas Schopf) hatten die Gebrüder Schopf auch für den Spezialbewerb im Doppelsitzer berechtigte Medaillenchancen. Dementsprechend gingen die beiden mit großem Selbstvertrauen dann in das Rennen und erfüllten die Erwartungen der ÖRV Trainer. Wie im Teambewerb holen die beiden auch hier die
Silbermedaille, geschlagen nur von den Lokalmatadoren Patrik Pigneter und Florian Clara aus Südtirol. Rang drei ging an ein Polnisches Gespann. Die WM Titelverteidiger Porschnev / Lazarev aus Russland mussten sich mit Platz vier und „Blech“ begnügen. Hinter einem weiteren Gespann der Azzurris landeten die beiden Kärntner Doppel Christoph und Thomas Knauder sowie Christian Schatz mit Gerhard Mühlbacher auf den Rängen sechs und sieben.
WM-Silber für die beiden Schopf-Brüder
Während Andreas der Copilot seines kleinen Bruders schon mit seinem Cousin Wolfgang vor einigen Jahren auf dem WM Podest stand, ist es für Christian den jüngeren der beiden Brüder und Vordermann die erste „Begegnung“ mit dem Siegespodest bei Weltmeisterschaften. Dementsprechend war auch die Freude bei den mitgereisten Fans aus dem Zirbenland. Ein ganzer Autobus kam aus der Heimat der Schopfis ins Passeiertal.
In den Einsitzerbewerben konnten nur die Herren den Erwartungen gerecht werden. Hier gab es gleich im ersten lauf durch die Junioren Thomas Kammerlander und Thomas Schopf die Plätze zwei und drei. Was dann in den beiden letzten Läufen folgte war Spannung pur. Nach dem zweiten Lauf übernahm der Ötztaler Thomas Kammerlander die Führung, verlor aber den inallauf gegen Patrik Pigneter um lächerliche 22 Hundertstel. Damit musste der 19 Jährige Tiroler um ganze 4 Hundertstel die Goldene an den Superstar dieser Weltmeisterschaft überlassen. Patrik Pigneter gewinnt damit drei goldene nachdem er bereits im Mannschaftsbewerb und im Doppelsitzer am obersten Podest dieser WM stand.
Thomas Kammerlander verpasste nur knapp WM-Gold
Platz 2 (li.) für Thomas Kammerlander und Platz 3 (re.) für Christian Schopf
Die superschnelle Bergkristallstrecke liegt den einen, die anderen finden sich zum teil nicht zurecht. Da die Bahn nicht gerade technisch schwierig ist, ist es auch hier sehr schwer zu gewinnen war einer der arrivierten ÖRV Sportler nach dem Rennen ein wenig enttäuscht. Der regierende Europameister Robert Batkowski zum Beispiel kam über Rang 13 nicht hinaus. Aber auch den Titelverteidiger Gernot Schwab erging es nicht viel besser. Mit Platz fünf reichte es für den Doppelweltmeister vor zwei Jahren in Kanada diesmal für keine Medaille.
Im Damenrennen vergab Melanie Batkowski gleich im ersten der drei Wertungsläufe alle Medaillenchancen. Ein heftiger Bandenkontakt im obersten Streckenteil kostete die 20 Jährige fast zwei Sekunden und damit eine mögliche Medaille. In den letzten beiden Läufen fuhr Batkowski auf die Ränge zwei und drei. Nach zwei tollen weiteren Läufen verbesserte sich die Schönbergerin noch auf Rang 5. Als Achte wurde die Niederösterreicherin
Marlies Wagner zweitbeste Österreicherin, Tina Unterberger (OÖ) und Katrin Mladek (NÖ) landeten auf den rängen 10 und 12.
Spektakuläre Szenen lieferten Florian und Melanie Batkowski