|
 |
 |
 |
Europameisterschaft 2008 in Cesana
|
 |
Veronika Halder rodelt zu EM- Bronze
Erste Kunstbahnrodel- Damenmedaille seit 1998
INNSBRUCK.
"Heute ist mein Traum wahr geworden, so viele Jahre habe ich darauf hingearbeitet!" Fast fassungslos reagierte die frischgebackene EM- Bronzemedaillengewinnerin Veronika Halder auf den bisher größten Erfolg in ihrer schon 13 Jahre währenden Rodel-Karriere. Die 27-jährige Sportsoldatin aus Mühlbachl / Brenner musste sich nur um 0,167 sec. der Junioren- Weltmeisterin Natalie Geissenberger (D) und Silke Kraushaar-Pielach (D) geschlagen geben. Dass nur 7/1000 sec auf die Silbermedaille gefehlt haben unterstreicht die Leistung von Vroni Halder noch zusätzlich. Im ersten Lauf noch auf Rang 4 gelegen riskierte Halder dann zusätzlich: "Wenn du nach so einer optimal verlaufenen Trainingswoche wieder ohne Medaille heimfährst dann vergisst du das nie mehr. Ich habe gewusst alles oder nichts - das ist heute für mich mit zweitbester Laufzeit im Entscheidungslauf optimal aufgegangen. Ich kann gar nicht ausdrücken wie glücklich ich im Moment bin, nach meiner Nackenverletzung am Saisonanfang habe ich nicht einmal an solch einen Erfolg zu denken gewagt."
Hochzufrieden natürlich auch Chefcoach Rene Friedl: "Genau so haben wir uns das insgeheim vorgestellt - gleich beim ersten Bewerb eine Medaille. Ich gratuliere Vroni von ganzem Herzen, dass sie hier in der Bahn die absolut Schnellste ist wissen wir schon lange, das war auch heute nicht anders. Mit ihrem Startrückstand braucht sie halt dann einige hundert Meter um wieder nach ganz vorne aufschließen zu können. Vroni hat das heute mit Bravour geschafft." Zufrieden ist das ÖRV-Team auch mit Nina Reithmayer, die Innsbruckerin klassierte sich unmittelbar hinter der deutschen Weltmeisterin Tatjana Hüfner auf Rang 5. "Nina und Vroni waren im Training immer gleich stark, ganz hat Nina ihr Potential heute nicht bringen können. Aber mit dem fünften Rang sind wir doch sehr zufrieden," so Cheftrainer Rene´ Friedl abschließend.
Überglücklich natürlich auch Sportdirektor Markus Prock: "Gewaltig, was Vroni und auch Nina heute da geleistet haben, auch dem Trainerteam herzliche Gratulation muss an dieser Stelle ein großer Dank ausgesprochen werden, die haben das Material super auf diese schwierige Bahn hingetrimmt."
Für das ÖRV Kunstbahnrodel-Team ist dies die erste Damenmedaille bei Großveranstaltungen seit 1998, hier konnte Andrea Tagwerker in Oberhof (D) EM- Silber nach Österreich heimrodeln.
LINGER/LINGER rasen zu EM- Silber
Schwerer Sturz von Schiegl/Schiegl
Auf der Stätte ihres größten Triumphes haben heute die Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger ein weiteres Stück ihrer persönlichen Erfolgskapitel geschrieben: Hinter den Lokalmatadoren Christian Oberstolz/Patrick Gruber (ITA) rodelte das Absamer Brüderpaar mit 0,159 sec. Rückstand zu EM- Silber. Dritte wurden mit 0,183 sec. zeitgleich die deutschen Favoriten Patrick Leitner/Alexander Resch und die zweite italienische Paarung Gerhard Plankensteiner/Oswald Haselrieder. Dabei hatten die Lingers, nach dem ersten Heat auf Rang drei gelegen, eine Schrecksekunde zu verkraften. "Eine Medaille bei einer Großveranstaltung glänzt immer, aber der Sieg wäre drinnen gewesen. Im ersten Lauf ist in der Kurvenkombination 4-5 ein Schlauch in die Bahn gehangen, das hat mich total aus dem Konzept gebracht und wir haben uns oben auch entsprechend verfahren", so Andreas Linger in einer ersten Reaktion. "Ich habe mich da nach dem ersten Lauf nur schwer beruhigen könnnen, die Konzentration war nicht mehr hundertprozentig, so hatten wir im zweiten Lauf im Hochgeschwindigkeitsteil 17-18 auch noch einen Fehler welcher uns sonst nie passiert. Unter diesen Umständen sind wir mit Silber sehr zufrieden," so Andi Linger abschließend.

EM-Silber für die beiden Brüder Wolfgang und Andreas Linger
Aus österreichischer Sicht überschattet wird diese Silbermedaille vom schweren Sturz der Mitfavoriten Tobias und Markus Schiegl. Nach einem leichten Fahrfehler im Hochgeschwindigkeitsteil im untersten Bahnbereich kamen die regierenden Vizeweltmeister im gefürchteten Bereich Kurve 18-19 schwer zu Sturz. Beide zogen sich Prellungen und Abschürfungen zu, schwerere Verletzungen sind glücklicherweise nicht zu beklagen. "An der Rodel sind jedoch schwere Schäden entstanden, da gibt´s leider einiges zu tun. Den Schiegls wird morgen wahrscheinlich jeder Knochen weh tun", so ein mitfühlender Rene´ Friedl. Andi Linger dazu: "Die Schiegls tun mir wirklich leid, sie haben auf dieser Bahn einfach kein Glück. Gott sei Dank ist ihnen bei dem Sturz an der gefährlichsten Stelle dieser Bahn nichts Gröberes passiert."
Mit Rang 6 eine neuerliche Talentprobe abgegeben haben Peter Penz/Georg Fischler, das dritte ÖRV Doppel bei der EM. Rene´Friedl: " die beiden haben sich achtbar geschlagen, es wäre sogar noch mehr möglich gewesen."
ÖRV- Rodler rasen zu EM-Mannschafts-Silber
8/100 sec fehlten zum Sieg, Daniel Pfister im Einzel 4.
Zu einer weiteren Silbermedaille rasten die Kunstbahnrodler des ÖRV beim abschließenden Team-Staffel-Rennen bei der EM in Cesana (ITA).
In der Besetzung Andreas Linger / Wolfgang Linger, Veronika Halder und Martin Abentung verpassten die heimischen Eiskanal- Akrobaten um lächerliche 8/1000 sec. die Goldmedaille, die sich die überraschend starke lettische Mannschaft in der Gesamtzeit von 2:40,863 min errodelte. An dritter Stelle das Gastgeberland Italien mit ebenfalls hauchdünnen 0,050 sec. Rückstand auf die Sieger. Das hochfavorisierte deutsche Team landete mit bereits deutlichem Rückstand auf Rang 4.

Daniel Pfister verpasste nur knapp EM-Bronze
Bereits am Vormittag verpasste Daniel Pfister eine weiter Medaille nur ganz knapp. Im ersten Lauf noch an zweiter Stelle gelegen verhinderten kleine Fahrfehler im oberen Streckenteil die absolut mögliche Medaille für den erst 21 jährigen Sportsoldaten aus Fügen/Zillertal. "Wenn du oben einen kleinen Fehler machst fehlt dir unten hinaus der Schuss - genau das ist mir heute zum Verhängnis geworden", so ein doch etwas enttäuschter Daniel Pfister.
Hochzufrieden Bilanz zieht Cheftrainer Rene´ Friedl: "Wenn wir vor der Saison gesagt hätten der ÖRV holt bei der EM 3 Medaillen - wir hätten nur ungläubiges Kopfschütteln geerntet. Was mich ebenso sehr wie unsere errungenen Medaillen freut ist das insgesamt sehr starke Auftreten unseres Teams hier bei der EM. Die fünften Plätze von Nina Reithmayer und heute beim Herrenrennen von Martin Abentung, die starke Vorstellung unseres jungen Doppelsitzergespannes Peter Penz / Georg Fischler mit Rang 6 und nicht zu vergessen die Ränge 10 und 12 unserer Junioren- Fahrer Manuel Pfister und Wolfgang Kindl - das sind schon wirklich gute Leistungen. Bei Daniel Pfister hat es heute noch nicht sein wollen - der Bursche macht sicher noch seine Medaillen bei Großveranstaltungen. Wir freuen uns nun schon auf die WM in Oberhof, nächste Woche werden wir in Igls noch ein paar Trainingseinheiten einlegen."
Auch Sportdirektor Markus Prock ist voll des Lobes und blickt bereits Richtung WM nach Oberhof in vierzehn Tagen: " Ich freue mich riesig für die Athleten und dem Trainerstab unter Rene´Friedl und Robert Manzenreiter. Die jahrelange konsequente Arbeit macht sich nun wirklich bezahlt, auch die Wissenschaft hat ihren Anteil an den jetzigen Erfolgen. Ich glaube unsere Sportler haben nun tolle Werbung für die Weltmeisterschaften in Oberhof gemacht. Ich hoffe nur das dies von den Medien und potentiellen Sponsoren sowie von der öffentlichen Hand entsprechend honoriert wird."
Detailergebnisse unter: http://www.fil-luge.org/de/ergebnisse.html |
 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
 |
Sponsoren / Partner / Ausrüster
|  |
|
|