27.01.08
OBERHOF.
Auf die
Kunstbahnrodler Tobias und Markus Schiegl ist Verlass!
Das Langkampfner
Doppelsitzergespann rodelte hinter den deutschen Paarungen Andre Florschütz /
Torsten Wustlich und Tobias Wendl / Tobias Arlt zur Bronzemedaille bei den
Weltmeisterschaften in Oberhof. Die Schiegl Cousins sind vor dem abschließenden
Mannschaftsbewerb die einzigen, welche die deutsche Phalanx bei diesen
hervorragend organisierten Weltmeisterschaften brechen konnten - alle anderen
Medaillen in sämtlichen Disziplinen gingen an das Gastgeberland.
Eine
sensationelle Leistung zeigte das junge Doppelsitzerpaar Peter Penz / Georg
Fischler, welches sich mit zwei starken Läufen auf den 5. Rang platzieren
konnte, die Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger hatten bei Wind und
Regen Abstimmungsprobleme mit dem Material und landete auf den für die
beiden nicht zufriedenstellenden 7. Platz.
Überglücklich
nach seinem Erfolg natürlich Tobias Schiegl: "Eine Medaille bei
Weltmeisterschaften wird nie zur Routine, gerade hier in Oberhof bei dieser
sensationellen Stimmung aufs WM-Podest zu rodeln - das vergisst man nie! Wir
hatten zwei recht gute Läufe und konnten uns auf die schwierigen
Wetterbedingungen bestens einstellen, zwei Wochen nach unserem schweren Sturz
bei den Europameisterschaften in Cesana ist das für uns natürlich ein
gewaltiges Comeback."
Zufrieden
natürlich auch das Trainerteam um Rene´ Friedl und Robert Manzenreiter: "Es
war uns von vorneherein klar, dass für uns eine Medaille hier in Oberhof auch
im Doppelsitzer alles andere als nur zum Abholen sein wird, der Rennverlauf hat
das bestätigt. Die Schiegls aber auch Penz/Fischler haben eine wirklich
optimale Leistung geboten, im Doppelsitzer sind wir mit Deutschland
mannschaftlich die stärkste Nation. Schade ist es um die Lingers die ebenfalls
zwei gute Läufe hatten - das Schienenmaterial ist bei diesen nassen Bedingungen
nicht so gelaufen wie erhofft."
Den abschließenden
Mannschaftsbewerb werden Martin Abentung, Nina Reithmayer und die
frischgebackenen Bronzemedaillengewinner Tobias und Markus Schiegl bestreiten,
hier erhofft sich das österreichische Rodelteam noch eine weitere WM- Medaille.

WM-Bronze für Schiegl-Schiegl
Tobias und Markus Schiegl
26.01.08
OBERHOF.
Die hoch gesteckten Erwartungen nach den Erfolgen bei den Europameisterschaften in Cesana nur teilweise erfüllt haben Österreichs Kunstbahnrodler beim heutigen Weltmeisterschafts- Herrenbewerb in Oberhof. Daniel Pfister rodelte als bester ÖRV- Akteur auf den 8. Platz, eine bessere Platzierung vergab der Zillertaler bereits mit einem fehlerhaften 1. Lauf. Martin Abentung klassierte sich als 10. noch im Vorderfeld, der Junior Manuel Pfister wurde bei seiner ersten Weltmeisterschaftsteilnahme als 17. gewertet, Wolfgang Kindl wurde 27. Eine Klasse für sich waren die deutschen Rodler mit einem 4-fach Erfolg auf ihrer Heimbahn, wobei die Sensation trotzdem nicht ausblieb: Der erst 18-jährige Juniorenweltmeister Felix Loch sicherte sich überraschend auch den WM-Titel in der allgemeinen Klasse vor Titelverteidiger David Möller und Andi Langenhan, Olympiasieger Armin Zöggeler als 5. hinter dem Deutschen Jan Eichhorn hatte auf eine Medaille ebenso keine Chance wie alle anderen Spitzenrodler auch. Entsprechend zwiespältig fällt die Analyse von Sportlern und Trainern aus:
Daniel Pfister: " Durch einen Fehler gleich am Start habe ich den ersten Lauf verbockt, eine Top- Platzierung mit dem 11. Zwischenrang war somit gleich erledigt. Der zweite Lauf war in Ordnung, hier war ich auch schneller als Armin Zöggeler. Vielleicht haben wir uns da auch im Training ein wenig irritieren lassen, dass Armin hier keine Medaillenchance hatte ist schon überraschend. Vier Deutsche bei den Herren vorne gibt´s normalerweise nicht."
Martin Abentung: Ich habe zwei gute Rennläufe erwischt, mit dem 10. Platz bin ich in Anbetracht der deutschen Überlegenheit hier in Oberhof und der im zweiten Lauf abbauenden Eisverhältnisse zufrieden."
Cheftrainer Rene´ Friedl: "Klar steigen nach den vergangenen Erfolgen die Ansprüche, mit zwei Herren unter den Top-Zehn bei einer Weltmeisterschaft sind wir allerdings nicht ganz so schlecht wie das nun auf den ersten Blick ausschaut. Daniel Pfister hätte es drauf gehabt auf Platz 5 oder 6 zu rodeln. Hier haben die Deutschen ihren Trainingsvorteil voll ausgenutzt und auch im Vorfeld beim Teraining geblufft, Medaillen waren für alle anderen Nationen außer Reichweite. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, dessen sollten wir uns bewusst sein. Auch wenn sich jetzt bereits Teilerfolge bei den Herren im Weltcup einstellen."

Daniel Pfister mit Platz 8 bester Österreicher.
Ergebnisse: http://www.fil-luge.org/de/ergebnisse.html
25.01.08
Deutsche Kunstbahnrodlerinnen unschlagbar
WM-3fach Sieg in Oberhof, Nina Reithmayer 6.
OBERHOF.
Mit einem deutschen 3-fach Sieg, angeführt von Titelverteidigerin Tatjana Hüfner, ist der Damenbewerb bei den 40. Weltmeisterschaften der Kunstbahnrodler in Oberhof zu Ende gegangen. Silber holte sich die Juniorenweltmeisterin Natalie Geisenberger vor Silke Kraushaar-Pielach. Die Innsbruckerin Nina Reithmayer rodelte mit zwei guten Läufen auf den 6. Rang und war somit zweitbeste nichtdeutsche Athletin. Enttäuschend verlief die Weltmeisterschaft mit Platz 13 jedoch für Veronika Halder, vor 14 Tagen noch EM-Bronzemedaillengewinnerin in Cesana. Nina Reithmayer war mit ihrer Leistung zufrieden: "Mehr ist nicht drinnen gewesen, die deutschen Mädels sind durch ihre Größe einfach schon am Start vorne weg. Meine beiden Läufe waren gut, ich bin froh dass ich meine Trainingsleistungen im Rennen umsetzen konnte." Weniger zufrieden war naturgemäß Veronika Halder: "Ich hatte zwei absolut nicht optimale Läufe, so richtig gut zurecht gekommen bin ich mit dieser Bahn schon in den letzten Tagen nicht."
Spannend wird es morgen für Österreich im Herrenbewerb, hier liegen die Hoffnungen auf eine Spitzenplatzierung vor allem bei Daniel Pfister. Das heutige Abschlusstraining dominierten allerdings die deutschen Sportler, allen voran der regierende Weltmeister David Möller. Pfister rodelte heute als Siebentbester durchs Ziel. Daniel Pfister: "Hier muss erst jeder zweimal sauber herunter kommen, wer das schafft ist immer vorne mit dabei. Welches Ergebnis dann tatsächlich herausschaut wird sich weisen." Einen schweren Sturz fabrizierte Martin Aberntung - trotz dabei zu Bruch gegangenem Visier blieb der Netterer jedoch von Verletzungen verschont und kann morgen wieder vollfit an den Start gehen. 
Foto: ÖRV/Schweiger, honorarfrei zur Verfügung gestellt (Nina Reithmayer im 2. Rennlauf)
24.01.08
Kunstbahnrodler wollen WM Medaillen in Oberhof
Daniel Pfister und Doppelsitzer-Gespanne im Training ganz vorne mit dabei
OBERHOF.
Einen starken Eindruck hinterließen Österreichs Kunstbahnrodler beim Training in Oberhof, wo ab morgen die 40. Weltmeisterschaften in Szene gehen werden. Bei den Herren konnte vor allem der Zillertaler Daniel Pfister überzeugen - er rodelte heute in beiden trainingsläufen - Österreich bildet mit Italien eine Trainingsgruppe- vor dem Südtiroler Olympiasieger Armin Zöggeler über die Zielline. "Überbewerten sollte man diese Ergebnisse
jedoch nicht, Zöggeler hat seine Karten noch nicht voll aufgedeckt", so Cheftrainer Rene´ Friedl. Auch Martin Abentung konnte sich in den vergangenen Tagen im absolut vorderen Feld platzieren, hatte jedoch heute mit der schnellen und technisch anspruchsvollen Eisröhre kleinere Probleme.
"Oberhof ist eine richtige Rodelbahn - hier haben es alle schwer, fehlerfrei hinunter zu rasen. Selbst bei den in allen Disziplinen zu favorisierenden Deutschen, welche hier schon seit 10 Tagen trainieren, schleichen sich noch so manche Fahrfehler ein. Wenn es unsere Burschen schaffen zweimal perfekt hinunterzurodeln ist sowohl bei den Herren als auch bei den Doppelsitzern viel möglich", so Rene´Friedl weiter. Ganz vorne im Training mit dabei die
beiden ÖRV- Paradedoppel Tobias Schiegl / Markus Schiegl sowie Andreas und Wolfgang Linger, beide Paarungen zählen zu absoluten Medaillenanwärtern. Andreas Linger und Tobias Schiegl unisono: "Hier zählt nur Gold, Silber und Bronze - eines dieser 3 Metalle wollen wir holen!"
Bei den Damen, welche morgen ab 14:00 Uhr diese Weltmeisterschaften eröffnen werden, dürfte es jedoch ziemlich eintönig werden - hier wäre alles andere als eine deutscher
Vierfach-Sieg eine absolute Überraschung. Rene´ Friedl dazu: "Das einzig spannende ist, ob es die Lokalmatadorin Silke Kraushaar-Pielach schafft, in ihrer letzten Wettkampfsaison hier noch einmal Weltmeisterin zu werden. Wir wollen bei den besten nichtdeutschen Mädels dabei zu sein, dann ist auch für Veronika Halder und Nina Reithmayer eine Platzierung ganz im Vorderfeld drinnen. Vor allem Nina fährt hier sehr konstant."
Klare Vorstellungen hat Sportdirektor Markus Prock: " Zwei Medaillen wie bei der vergangenen WM in Igls, das wird hier im Rodel-Wohnzimmer der Deutschen jedoch ganz schwierig!"
22.01.08
INNSBRUCK.
Mit den ersten Trainingsläufen auf der generalsanierten Kunsteisbahn in Oberhof haben Österreichs Kunstbahrodel-Asse die WM- Woche eingeläutet. Die Mannschaft um die EM Medaillengewinner Andreas und Wolfgang Linger, Veronika Halder und Martin Abentung fiebern dem diesjährigen Saisonhöhepunkt mit dem Ziel, die Medaillensammlung weiter auszubauen, entgegen. Tobias Schiegl und Daniel Pfister haben allerdings das Entgegenfiebern zu wörtlich genommen - beide mussten letzte Woche bei den Trainingseinheiten in Igls krankheitsbedingt pausieren. Vor allem Tobias Schiegl, welcher nach seinem schweren Sturz im Doppelsitzerbewerb bei der EM in Cesana unter anderem eine Rippenprellung erlitt, hatte letzte Woche kaum Zeit zum Auskurieren: " Gemeinsam mit Cheftrainer Rene´Friedl und Markus (Schiegl) musste ich die beim Sturz ziemlich ramponierte Doppelsitzerrodel wieder auf Vordermann bringen, viel Zeit zur Regeneration ist mir nicht geblieben. Aber unser Teamarzt Dr. Andreas Lotz hat hervorragende Arbeit geleistet, es geht mir jetzt von Tag bedeutend besser." Auch Daniel Pfister konnte einigermaßen fit die Anreise nach Oberhof antreten. Bereits beim heutigen Training konnte das Trainerteam rund um Sportdirektor Markus Prock gewisse Aufschlüsse erzielen. "Wir trainieren in der selben Gruppe mit Italien, hier konnten unsere Doppler und sowie Daniel Pfister und Martin Abentung bei den heutigen drei Trainingsläufen ganz hervorragend mithalten. Bei den Damen haben wir derzeit noch keine Standortbestimmung, Veronika Halder und Nina Reithmayer sind doch um einiges stärker als die Italienerinnen", so die Rodellegende Prock. "Ganz wichtig ist, dass unsere Sportler gleich mit dieser anspruchsvollen Bahn zurecht gekommen sind und sofort einen guten Rhythmus in der Eisröhre gefunden haben, bei den nächsten Trainingseinheiten geht´s nun noch ums Optimieren der Fahrlage", so Markus Prock abschließend.
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