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Naturbahnrodlerin Sandra Mariner beendet ihre Karriere

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20 Jahre ihres Lebens gehörten dem aktiven Rodelsport. Nach zwei Jahrzehnten voller großartiger Erfolge beendet eine der weltbesten Naturbahnrodlerinnen nun ihre sportliche Laufbahn.



Das erste Rennen bestritt Sandra Mariner mit elf Jahren im Jänner 1986 in Oberperfuß. Bereits zwei Jahre später erzielte sie den  zweiten Platz bei den österreichischen Jugendmeisterschaften und von da an ging es für die damals junge Läuferin stetig bergauf. Der internationale Durchbruch gelang ihr 1993 mit der Bronzemedaille bei den Junioreneuropameisterschaften und damit wurde sie bereits als Juniorenfahrerin in das österreichische Nationalteam der allgemeinen Klasse einberufen. 1994 folgte dann noch der Vize-Europameistertitel bei den Junioren.

Die heute 32-Jährige feierte vier Weltcupsiege und mit insgesamt 28 Top-Drei Platzierungen im Weltcup zählt sie zur absoluten Weltelite. So konnte sie in den laufenden Jahren immer wieder mit Spitzenplätzen aufwarten und durch ihre Beständigkeit sicherte sie sich 1996, 1998 und 2002 den jeweils zweiten Platz im Gesamtweltcup.  Mit ihrem Sieg bei der Weltpremiere des Parallelbewerbes trug sie sich in die Geschichtsbücher ein. Zudem  holte sie viermal den österreichischen Staatsmeistertitel nach Tirol und stand bei zahlreichen Tiroler Meisterschaften auf dem obersten Treppchen. Einen ihrer schönsten Erfolge feierte Sandra Mariner 1996 bei der Heim-WM in Oberperfuß mit Rang drei.

Im Jahr 2000 hatte die Studiumsabsolventin eigentlich ihre Karriere für beendet erklärt - mit dem Sieg beim vermeintlich letzten Rennen im italienischen Aosta ist damals auch der Traum von einem Weltcupsieg in Erfüllung gegangen. Sandra Mariner wurde vom Verband gebeten, als Zugpferd für die Nachwuchsfahrerinnen weiterhin Rennen zu bestreiten. Das wollte sie nicht ablehnen und hängte nochmals sechs sehr erfolgreiche Jahre an. Ihren "Einstand" feierte sie dann gleich mit dem nächsten Weltcupsieg, dem dritten Platz im Gesamtweltcup und der Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft im österreichischen Stein/Enns.

Im Jänner 2005 musste die für die SU Inzing startende Rodlerin eine schwere Verletzung hinnehmen – es war die erste ihrer Karriere. Sandra Mariner bewies aber, dass sie auch mit 30 Jahren zu den Harten und auch zu den Besten zählte. Denn bereits knapp drei Wochen nach dem schweren Rodelunfall startete sie trotz gerissener Bänder in Sprunggelenk bei ihren letzten Weltmeisterschaften in Latsch/ITA. Sie wurde als Siebte zweitbeste Österreicherin und war zu Recht stolz auf sich selbst: "Ich hab quasi am Start die Krücken weggelegt und hab mich auf die Rodel gesetzt."


Erfolge gesamt
1. Platz Weltcup Aosta 2000
1. Platz Weltcup Umhausen 2001
1. Platz Weltcup Zelezniki 2002
1. Platz Weltcup (parallel) Triesenberg 2004
1. Platz „Weltpremiere“ Parallelbewerb Völs/Schlern 2000
Zehn 2. Plätze bei Weltcuprennen
Dreizehn 3. Plätze bei Weltcuprennen
2. Platz Gesamtweltcup 1996, 1998 und 2002
3. Platz Gesamtweltcup 2000 und 2001
4. Platz Gesamtweltcup 1997 und 2004
3. Platz Weltmeisterschaft 1996 und 2001
4. Platz Weltmeisterschaft 1998, 2000 und 2003
4. Platz Europameisterschaft 1995
5. Platz Europameisterschaft 2002
Vize-Europameisterin Junioren 1994
3. Platz Junioren-Europameisterschaft 1993
Staatsmeisterin 2001, 2003, 2004 und 2005
mehrfache Vize-Staatsmeisterin
mehrfache Tiroler Landesmeisterin
mehrfache Österreichische und Tiroler Juniorenmeisterin

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Nach 20 Jahren hat Sandra Mariner nun offiziell ihren Rücktritt bekannt gegeben. Ihre Zukunft hat die "Häuselbauerin" auch schon geplant: "Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen. Ich habe meinen Weg gefunden, sowohl beruflich mit neuen Herausforderungen als auch privat. Der Sport und das Rodeln werden aber weiterhin einen großen Stellenwert in meinem Leben einnehmen!" Rodelverband Austria Rodelverband Austria Rodelverband Austria
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