EIN WINTERSPORT WURDE GANZJÄHRIG
Bereits in den 70er Jahren bedienten sich die Rennrodler auf Kunst und Naturbahn der Rollenschlitten als Trainingshilfe. Mit den immer schneeärmeren Wintern entwickelte sich die Rollenrodel als immer beliebteres Trainingsgerät. Anfang der 90er Jahre gab es bereits einige Rennen, seit 1997 gibt es in Österreich einen eigenen Sommer Rodelcup. Jeweils fünf Rennen umfaßt diese Rennserie jährlich österreichweit. Mittlerweile beteiligen sich weit über 100 Rennrodler aus sechs bis sieben Nationen bei den Rennen. Vor allem die jugendlichen Nachwuchsrodler profitieren von dem ganzjährigen Rodeln.
Für die Zuseher ist der Sommerrodelsport jedenfalls leichter zugängig und ebenso attraktiv wie das Naturbahnrodeln im Winter. Bis in die Großstädte kann man mit den Rollenrodelbewerben gehen.
Auch in Wien gab es bereits derartige Rennen.
Die bis zu 24 kg schweren Rennschlitten die mit bis zu 20 Rollen bestückt sein dürfen, erobern also die asphaltierten Straßen und Wege.
Neben den Rennen in Österreich gibt es bereits Rennen in Liechtenstein, Slowenien, Deutschland, Polen, Italien, Schweiz und Russland. Aber auch für Nationen die im Winter über keine eigene Rodelbahn verfügen, könnte der Sommerrodelsport eine Chance bedeuten. Vor allem auf dem Wege zu Olympia. Naturbahnrodeln steht ja kurz vor der Aufnahme neben der Kunstbahn ins Olympische Programm. Seit der Einführung des Rollenrodelsportes ist dieser Sport nun zum Ganzjahressport geworden. Die Möglichkeit für die Rennrodler sich ganzjährig Ihrem Sport zu widmen ist damit relevanter geworden,und auch die Chance der besseren Vermarktung.