
Sportrodeln, die Formel 2 des Rodelsports, erfreut sich schon seit einigen Jahren größter Beliebtheit. Gesamt gesehen ist das Sportrodeln eine große Bereicherung und ernstzunehmende Alternative zum Rennrodelsport.
Der Sportrodel entwickelte sich zu einem sehr ausgereiften und technisch hoch stehenden Sportgerät. Die Zeiten, wo der Sportrodler das Image eines totalen Hobbysportlers pflegte, der Anfang Winter eine Rodel vom Dachboden holt und durch den Wald fährt, sind gänzlich vorüber.
Denn längst müssen Sportrodler, die an Österreichischen Meisterschaften teilnehmen wollen, in ihren Bundesländern Qualifikationsrennen bestreiten. Jedes Bundesland verfügt nur über ein bestimmtes Kontingent, so dass in Summe die Zahl der Teilnehmer 152 Einsitzer plus Doppelsitzer beträgt. So kann man sehen, dass es sich um eine äußerst beliebte Sportart handelt, an der ganze Familien vom Jugendlichen bis zum Senior teilnehmen. Weiters soll angeregt werden, dass Jugendliche in die Formel 1 des Rodelsports (Rennrodeln Naturbahn) umsteigen, so dass auch hier der Nachwuchs gefördert wird.
Waren es früher verschneite Forststraßen und Wanderwege auf denen die Rennen ausgetragen wurden, so werden die Rodelbahnen heute genau so vereist wie für das Naturbahn-Rennrodeln. |
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Daher ist ausgezeichnete Fitness und Kondition der Sportler genauso nötig wie das regelmäßige harte Training auf diesen Bahnen, um im Winter ihre Fähigkeiten und ihr Können unter Beweis stellen zu können.
Und ähnlich der Rennrodler legen auch die Sportrodler ein besonderes Augenmerk auf ihr Sportgerät: auf die Auswahl der Schienen und des Wachses und ebenso auf die Einstellung der Rodel (jede minimale Änderung hat Auswirkung auf das Fahrverhalten und bleibt bei Spitzenfahrern meist ein gut gehütetes Geheimnis!). Weiters verwendet der Sportrodler genauso Spikeschuhe und sonstige Ausrüstungen, die auch die Rennrodler benützen, was dem Sportrodeln zum Status einer ernstzunehmenden Sportart verhilft. Auf Grund einer im Herbst 2003 adaptierten Österreichischen Rodelordnung (ÖRO) ist gewährleistet, dass Sportrodelrennen mit internationaler Beteiligung ausgetragen werden können. Sollte der Italienische Wintersportverband sich den Bestimmungen der ÖRO anschließen, so könnte es 2004 in Südtirol/Italien zu einem derartigen Rennen kommen, womit ein weiterer Schritt zu einer Popularisierung dieser Sportart getan wäre, der wiederum zu einer sicheren Leistungssteigerung des einzelnen Sportlers führt.
Das Sportrodeln ist sicherlich eine der ältesten Sportarten im Alpenraum, und durch eine Harmonisierung in den verschiedenen Nationen gültigen Regeln soll die Verbreitung weiter gefördert werden.
In Österreich gibt es zurzeit ca. 700 aktive Sportrodler.
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