Nasses Wetter, schwer zu lesendes Eis und am Ende doch klare Entscheidungen: Beim Weltcupfinale im Alpin Rodeln auf der Naturrodelbahn „Tonnerboden“ schloss Österreich die Saison 2025/26 mit dem bereits fixierten Gesamtweltcupsieg von Riccarda Ruetz und einem zweiten Platz im Doppelsitzer durch Maximilian Pichler/Nico Edlinger ab. Im Herren-Einsitzer fuhr Fabian Achenrainer am Finalabend auf Rang vier und beendete den Gesamtweltcup als Zweiter.
(Jaufental/ITA) Für Riccarda Ruetz war der Finaltag vor allem ein Kampf mit den Bedingungen. Nach einem fehlerhaften ersten Lauf steigerte sich die Tirolerin deutlich, kam am Ende aber nicht mehr in Podestnähe und belegte Rang fünf. Der Blick auf die Saison bleibt dennoch eindeutig: Gesamtweltcupsieg mit 610 Punkten – der erste österreichische Gesamttriumph bei den Damen seit 1998/99.
„Anstrengender Rodeltag, weil es nass und schwierig zu fahren war. Der erste Lauf war fehlerhaft, der zweite war besser. Rückblickend bin ich sehr zufrieden – der Gesamtweltcupsieg ist einer der größten und schönsten Erfolge“, sagte Ruetz. Nach dem Finale steht für sie noch ein Testrennen in Berchtesgaden am Programm.
Der Sieg im Damenbewerb ging an Nina Castiglioni (ITA) vor Jenny Castiglioni (ITA) und Nadine Staffler (ITA).
Achenrainer Vierter im Rennen – Zweiter im Gesamtweltcup
Im Herrenbewerb kam Fabian Achenrainer im Finale auf Rang vier. IIm ersten Lauf hatte er zu viele Fehler eingebaut, die Podestchance war früh weg.
„Gestern waren nicht meine Verhältnisse, da sind zwei, drei Fehler passiert. Dass ich den Gesamtweltcup als Zweiter beende, freut mich wirklich – as hätte ich mir am Anfang der Saison nicht erwartet. Vor Daniel Gruber kann man nur den Hut ziehen, er hat die ganze Saison konstant gute Leistungen gezeigt“, so Achenrainer. Auch er wird die Saison kommende Woche beim Testrennen in Berchtesgaden ausklingen lassen.
Hannes Unterholzner (ITA) gewann bei den Herren den Tagessieg vor Matthias Lambacher (ITA) und Alex Oberhofer (ITA).
Doppelsitzer: 0,04 Sekunden fehlen zum Sieg
Im Doppelsitzer lieferten Nico Edlinger und Maximilian Pichler das knappste Ergebnis des Abends: Rang zwei, nur 0,04 Sekunden hinter den Siegerbrüdern Matthias/Peter Lambacher (ITA). Dritte wurden Gabriel/Samuel Halcin (SVK).
„Wir waren im Training die Besten, im Rennlauf ist es sich um vier Hundertstel nicht ausgegangen. Das ist so – und damit sind wir okay“, resümierte Edlinger.Pichler ergänzt: „Wir sind zufrieden, wir haben drei Rennen gewonnen und hatten viel Spaß. Glückwunsch an die Lambachers – sie haben sich die Kugel verdient.“
In der Gesamtwertung beendeten Pichler/Edlinger den Winter – auch wegen eines verletzungsbedingten Ausfalls – auf Rang drei.
Ergebnisse Weltcupfinale (20./21.02.2026) – mit Gesamtweltcup
Damen Einsitzer
1. Nina Castiglioni (ITA) – Gesamtweltcup: 2. (501 Punkte)
2. Jenny Castiglioni (ITA) – Gesamtweltcup: 4. (404 Punkte)
3. Nadine Staffler (ITA) – Gesamtweltcup: 5. (398 Punkte)
Beste Österreicherin: 5. Riccarda Ruetz (AUT) – Gesamtweltcup: 1. (610 Punkte)
Gesamtweltcup Top 3 (Punkte):
1. Riccarda Ruetz (AUT) 610
2. Nina Castiglioni (ITA) 501
3. Lisa Walch (GER) 480
Herren Einsitzer
1. Hannes Unterholzner (ITA) – Gesamtweltcup: 5. (424 Punkte)
2. Matthias Lambacher (ITA) – Gesamtweltcup: 24. (152 Punkte)
3. Alex Oberhofer (ITA) – Gesamtweltcup: 4. (408 Punkte)
Bester Österreicher: 4. Fabian Achenrainer (AUT) – Gesamtweltcup: 2. (530 Punkte
Gesamtweltcup Top 3 (Punkte):
1. Daniel Gruber (ITA) 580
2. Fabian Achenrainer (AUT) 530
3. Hannes Unterholzner (ITA) 424
Doppelsitzer
1. Matthias/Peter Lambacher (ITA) – Gesamtweltcup: 1. (585 Punkte)
2. Maximilian Pichler/Nico Edlinger (AUT) – Gesamtweltcup: 3. (540 Punkte)
3. Tobias Paur/Andreas Hofer (ITA) – Gesamtweltcup: 2. (560 Punkte)
Gesamtweltcup Top 3 (Punkte):
1. Lambacher/Lambacher (ITA) 585
2. Paur/Hofer (ITA) 560
3. Pichler/Edlinger (AUT) 540





