Dem Deutschen Max Langenhan gelang zum Auftakt der Rodel-Bewerbe im Cortina Sliding Center mit zwei Bestzeiten und einem neuen Bahnrekord ein makelloser Auftritt. Der zweifache Einzel-Weltmeister und Gesamtweltcupsieger der Vorsaison holte in zwei Läufen einen Vorsprung von 16 hundertstel Sekunden auf Jonas Müller heraus. Der 28-jährige Bludenzer erzielte in beiden Durchgängen die zweitschnellste Zeit und schuf sich damit für das morgige Finale eine vielversprechende Ausgangsposition. Auf Zwischenrang drei folgt Lokalmatador Dominik Fischnaller.
Nico Gleirscher und Wolfgang Kindl liegen zur Halbzeit auf den Plätzen sechs und sieben, der Rückstand der beiden Tiroler dürfte für eine Medaille allerdings bereits zu groß sein. Auch für Felix Loch ist der Medaillentraum wohl vorzeitig geplatzt. Der zweifache Olympiasieger, der mit vier Saisonsiegen und der Führung im Gesamtweltcup angereist war, liegt mit einer knappen Sekunde Rückstand auf Zwischenrang acht.
Der dritte Lauf startet am Sonntag um 17.00 Uhr, 90 Minuten später fällt die endgültige Entscheidung. Nach den Herren gehen am Montag (9.2) und Dienstag (10.2) die Einsitzer-Damen auf Medaillenjagd. Am Mittwoch (11.2) folgen auf der „Pista olimica Eugenio Monti“ die Entscheidungen im Doppelsitzer, am Donnerstag (12.2) werden die olympischen Rodelbewerbe im Cortina Sliding Center mit der Team-Staffel abgerundet.
Stimmen
Jonas Müller:
„Im Training war es sehr schwierig, ich habe es kaum geschafft zwei halbwegs gerade Läufe hintereinander hinunterzuziehen. Mit den heutigen Läufen bin ich sehr zufrieden, ich habe aber noch immer kleine Probleme gehabt. Ich glaube ich weiß wo ich die Zeit liegen gelassen habe, werde mir das jetzt gemeinsam mit den Trainern anschauen und dann den Schlitten für morgen so abstimmen, dass ich sicher runterfahren kann und trotzdem schnell bin. Auf dieser Bahn ist es wichtig vier solide Läufe runterzuziehen, das ist das Ziel.“
Wolfgang Kindl:
„So reinzustarten ist natürlich ganz bitter. Im ersten Lauf hat mir der Fehler oben brutal viel Schwung gekostet. Ich habe zwar versucht den Schaden in Grenzen zu halten, aber da war nicht mehr viel zu machen. Im zweiten kann ich mir es mir nicht ganz erklären, ich habe den Lauf gut getroffen, aber die Zeit hat gefehlt. Es war nach dem Training nicht ganz das was ich mir erhofft habe, wir werden das jetzt analysieren und schauen, wo wir auf morgen hin noch das eine oder andere Zehntel finden. Ich habe nicht mehr viel zu verlieren, da gibt es morgen nur volle Attacke.“
Nico Gleirscher:
„Die Läufe sind an sich sauber aber der Speed fehlt. Wir haben schon die ganze Woche über gesucht, mir fehlen unten raus zwei, drei Zehntel, und ich weiß nicht warum. Vielleicht geht auf morgen noch etwas, es wird auf jeden Fall noch ein langer Abend im Schlittenraum werden.“
ERGEBNIS (Zwischenstand nach 2 Läufen):
| 1. | Max Langenhan | GER | 52.924 (1) | 52.902 (1) | 1:45.826 |
| 2. | Jonas Müller | AUT | 52.959 (2) | 53.029 (2) | +0.162 |
| 3. | Dominik Fischnaller | ITA | 53.085 (3) | 53.039 (3) | +0.298 |
| 6. | Nico Gleirscher | AUT | 53.273 (6) | 53.412 (8) | +0.859 |
| 7. | Wolfgang Kindl | AUT | 53.385 (7) | 53.321 (5) | +0.880 |


