Während der Eiskanal noch weit entfernt scheint, läuft die Vorbereitung für Österreichs jüngsten Rodelnachwuchs längst. Neben dem gewohnten Sommertraining sorgen die Trainer:innen der Jugend B, C und D regelmäßig für zusätzliche Sport- und Bewegungstage. Auf dem Programm stehen dabei nicht nur Einheiten auf der Rodel, sondern bewusst auch andere Bewegungsformen – vom Wasserski über Klettern bis zum gemeinsamen Wandertag.
(Innsbruck/Tirol) Für einige Kinder der Jugend B und C ging es heuer gleich zweimal an den Hödenauersee nach Kiefersfelden. Dort wurden die Rodeln gegen Wasserski getauscht. Während manche zum ersten Mal auf dem Wasser unterwegs waren, drehten andere bereits routiniert ihre Runden. Gefordert waren dabei Balance, Körperspannung und Koordination – Muskelkater an den folgenden Tagen inklusive.
Techniktraining auf der Plastikbahn
Deutlich näher am eigentlichen Rodelsport lag ein viertägiger Trainingskurs in Zwickau. Auf der dortigen Plastikrennschlittenbahn arbeitete eine Gruppe der Jugend C gemeinsam mit zwei Jugend-B-Athleten gezielt an Lenktechnik, Fahrlage und dem Gefühl auf der Rodel.
Die Tage waren dicht gefüllt. Neben den täglichen Läufen auf der Bahn standen Beweglichkeit und Regeneration ebenso auf dem Programm wie gemeinsame Aktivitäten. Bei hochsommerlichen Temperaturen gehörten eine Poolchallenge, Spiele und ein Grillabend dazu, an einem Abend sorgten Körperreise und Klangschalen für einen ruhigen Abschluss.
„Die vier Tage waren vollgepackt mit sportlichem Programm, anstrengend für die jungen Sportlerinnen und Sportler, aber auch sehr lehrreich“, fasst Trainerin Veronika Halder den Aufenthalt zusammen.
Bewegung darf auch einfach Spaß machen
Dass Sommertraining nicht ausschließlich auf Trainingsplänen stattfinden muss, zeigte auch der traditionelle Sport- und Wandertag. Diesmal führte er die Gruppe ins Achenseegebiet. Nach der Wanderung zur Falzthurnhütte ging es weiter nach Achenkirch, wo Spielplatz, Trampolin und Achensee für einen abwechslungsreichen zweiten Teil des Tages sorgten.
Schon vor den Sommerferien hatte die Gruppe das reguläre Training mit einer Klettereinheit auf der Anlage oberhalb des Amraser Tunnels unterbrochen. Klettern fordert Kraft, Koordination und Körpergefühl – und bot gleichzeitig einen gemeinsamen Abschluss vor der kurzen Trainingspause im Juli. Eis und Wassermelone gehörten danach ebenso dazu.
Das zusätzliche Sommerprogramm ist damit weit mehr als Zeitvertreib zwischen zwei Wintersaisonen. Die Kinder bleiben vielseitig in Bewegung, sammeln unterschiedliche Bewegungserfahrungen und verbringen auch außerhalb des Eiskanals Zeit miteinander. Und die nächsten Termine stehen bereits fest: Im August und September folgen weitere Trainingsaufenthalte in Zwickau.




