PRE-HOMOLOGIERUNG ERFOLGREICH

Die Pre-Homologierung des modifizierten Igler Eiskanals, die von 23.-25. Oktober 2026 vom Rodel-Weltverband durchgeführt wurde, verlief nach Wunsch.

Für die ersten offiziellen Testfahrten des Olympia-Eiskanals in Innsbruck/Igls wurden vom Internationalen Rodel-Weltverband (FIL) Schlitten aus acht Nationen nominiert, darunter die ÖRV-Einsitzer Lisa Schulte und David Gleirscher, sowie die heimischen Doppelsitzer-Paarungen Selina Egle/Lara Kipp und Thomas Steu/Wolfgang Kindl. Das Feedback nach den Tests war durchwegs positiv, die offizielle Bestätigung scheint reine Formsache. Noch wollen die Verantwortlichen die für Mitte November in Igls geplante, internationale Trainingswoche abwarten, anschließend sollte der Homologierung durch die FIL nichts mehr im Wege stehen.

Für Olympiasieger David Gleirscher ist die Passage 13/14 „jetzt ohne Probleme befahrbar, sie verzeiht auch einiges. Man hatte nie das Gefühl die Kontrolle zu verlieren, gleiches gilt auch für die Kurve 15.“ Für Lisa Schulte ist die modifizierte Bahn ebenso „von oben bis unten gut zu befahren. Die offenen Kurven, wo man nicht viel Feedback bekommt, erinnern an die asiatischen Bahnen. Auch die Tatsache, dass aufgrund der Adaptierungen unten raus ein wenig der Speed fehlt, ist noch etwas gewöhnungsbedürftig“, so die Weltmeisterin von 2024. Thomas Steu, der sich mit Wolfgang Kindl den Doppelsitzer teilt, sieht im unteren Bahnbereich bei entsprechender Linienwahl ebenfalls keine Schwierigkeiten. Für den Olympia-Zweiten von Cortina bleibt die Kurve neun die Schlüsselstelle. „Das war für mich in Igls immer schon so und daran hat sich auch nichts geändert.“

Der modifizierte Eiskanal wird im kommenden Februar mit der Rodel-Weltmeisterschaft eingeweiht. Im Rahmen der Titelkämpfe werden neben der Kunstbahn erstmals am selben Ort und zeitglich auch WM-Medaillen im Alpin Rodeln vergeben. „Ohne Modifizierung des Igler Eiskanals wären im Rodelsport künftig weder die Ausrichtung von Weltcuprennen noch Titelkämpfe möglich gewesen, umso wichtiger war die nun erfolgreiche Pre-Homologierung“, zeigt sich auch Markus Prock erleichtert. „Damit können wir uns in Hinblick der Heim-Weltmeisterschaften 2027 voll und ganz auf die finalen Vorbereitung konzentrieren. Wir wollen im kommenden Februar in Innsbruck/Igls ein Sportfest ausrichten, das Spitzenleistungen ermöglicht, Fans begeistert und junge Menschen ganz generell motiviert, in Bewegung zu bleiben“, so der Präsident des Österreichischen Rodelverbandes.