Ruetz krönt Saison mit Gesamtweltcupsieg

Achenrainer gewinnt auch Eliminator in Umhausen – Pichler/Edlinger Dritte im Doppel

Die Grantau-Naturbahn in Umhausen hat dem ÖRV am Sonntag den nächsten starken Renntag geliefert: Riccarda Ruetz gewann den Eliminator bei den Damen – und machte mit den vollen 100 Punkten den Gesamtweltcup bereits vor dem Finale in Jaufental fix. Bei den Herren setzte Fabian Achenrainer seine Umhausen-Serie fort und holte nach dem Weltcupsieg am Samstag auch den Eliminator..

(Umhausen/Tirol) Riccarda Ruetz präsentierte sich über den gesamten Sonntag stabil: drei Läufe, drei Mal volle Konzentration, im Finale die Bestzeit. „Ich hatte heute drei super Läufe. Der Eliminator war anstrengend, man verbringt lange Zeit an der Bahn, aber ich konnte mich jedes Mal wieder konzentrieren und mit vollem Fokus ins Ziel fahren“, freut sich die 21-jährige Sellraintalerin.

Mit dem Eliminator-Sieg ist Ruetz in der Gesamtwertung uneinholbar. Österreich stellt damit wieder eine Weltcup-Gesamtsiegerin – zuletzt gelang das Elvira Holzknecht (Saison 1998/1999).

Auch bei den Herren konnte das österreichische Team jubeln: Fabian Achenrainer bestätigte erneut seine Form auf der Grantau und holt den Sieg im Eliminator der Herren. „Ich habe mich heute vom ersten bis zum letzten Lauf sehr wohl auf der Rodel und der Bahn gefühlt. Durch die Minusgrade in der Nacht waren die Bedingungen so, wie ich es mir gewünscht habe“, berichtet Achenrainer und ergänzt: „es war anstrengender als an anderen Renntagen, aber die Motivation war bei allen drei Läufen ungebrochen.“

 

Doppelsitzer: Rang drei

Im Doppelsitzer-Eliminator mussten Maximilian Pichler/Nico Edlinger erneut im oberen Abschnitt Zeit liegen lassen und kamen auf Rang drei. „Die ersten zwei Kurven liegen uns nicht, da sind Fehler passiert. Dadurch hat’s nur für den dritten Platz gereicht“, erklärt Maximilian Pichler. Mit Blick auf die Gesamtwertung wird es eng: „Wir trainieren und fokussieren uns jetzt komplett auf das Weltcupfinale im Jaufental.“

ÖRV-Cheftrainer Gerald Kammerlander zieht ein positives Fazit: „Es war ein erfolgreiches Wochenende mit dem Heimweltcup und Eliminator bei den Damen und Herren. Seit 17 Jahren haben wir mit Riccarda Ruetz wieder eine Österreicherin als Gesamtweltcupsiegerin.“

Ergebnisse Eliminator Umhausen

Einsitzer Damen

1. Riccarda Ruetz (AUT) – 1:14,21

2. Nina Castiglioni (ITA) +1,13

3. Lisa Walch (GER) +1,46

Weitere Österreicherinnen:

7. Naomi Thöni (AUT) – 1:16,73

8. Hannah Nagele (AUT) – 1:17,11

9. Alina Schaffenrath (AUT) – 1:17,27

Einsitzer Herren

1. Fabian Achenrainer (AUT) – 1:13,00

2. Daniel Gruber (ITA) +0,56

3. Hannes Unterholzner (ITA) +0,68

Weitere Österreicher:

8. Leon Auer (AUT) – 1:15,76

9. Sebastian Feldhammer (AUT) – 1:14,74

10. Paolo Auer (AUT) – 1:14,95

Doppelsitzer

1. Paur/Hofer (ITA) – 1:19,30

2. Lambacher/Lambacher (ITA) +0,17

3. Pichler/Edlinger (AUT) +0,36

4. Halcin/Halcin (SVK) +0,86

 

Ausblick

Das Weltcupfinale (6. Weltcup) findet am 20./21. Februar 2026 in Jaufental (Südtirol/ITA) auf der Naturrodelbahn Tonnerboden statt. Ruetz reist als bereits fixierte Gesamtweltcupsiegerin an, bei den Herren und im Doppelsitzer ist in der Gesamtwertung noch Bewegung möglich.

Fabian Achenrainer wiederholt seine Leistung vom Vortag und gewinnt nach dem Heimweltcup auch den Eliminator in Umhausen. (Foto: ÖRV/Wilhelm)
Die Sellraintalerin Riccarda Ruetz gewinnt den Eliminator in Umhausen und sichert sich damit den ersten Gesamtweltcupsieg für Österreich seit der Saison 1998/1999. (Foto: ÖRV/Wilhelm)
Nico Edlinger und Maximilian Pichler belegten im Eliminator in Umhausen Rang drei. Das Weltcupfinale in Jaufental verspricht ein spannendes Saisonfinale. (Foto: ÖRV/Wilhelm)