Österreichs Rodel-Asse sind nach den Cortina-Spielen und einer kurzen Verschnaufpause seit Mitte April zurück im Alltag. Für den Großteil der Mannschaft steht nach der obligatorischen Leistungsdiagnostik in Form einer Ergospirometrie das Athletiktraining in Innsbruck im Vordergrund, eine Handvoll durchläuft neben dem Training berufliche Aus- und Weiterbildungen. Barbara Allmaier und Yannick Müller erlernen und perfektionieren in Graz das Handwerk der Polizei, Fabio Zauser absolviert in Eisenstadt eine Ausbildung zum Justizbeamten. Lisa Schulte ist bereits im Polizeidienst und im April und Mai in Steinach am Brenner auf Streife, Lina Riedl tritt diese Tage im Sport BORG Innsbruck zur schriftlichen Matura an.
Parallel dazu hat der Schlittenbau bedingt durch die Umstellung auf standardisierte Masse volle Fahrt aufgenommen. Nach der letztjährlichen Entwicklungsarbeit werden die bestehenden Kufen, Böcke und Wannen adaptiert, ein zeitintensiver Prozess, der sich über den ganzen Sommer zieht und den Materialtrainer Überstunden in der Werkstatt beschert. Neu im Programm ist auch ein wöchentliches Talente-Fördertraining, wo die Spitze der nächsten Generation an die höhere Schlagzahl in der allgemeinen Klasse herangeführt wird.
Apropos allgemeine Klasse, die erste Saison der bevorstehenden Olympiade beginnt Ende November in Winterberg und hat ihren Höhepunkt in der ersten Februar-Woche 2027 in Innsbruck, wo die Weltmeisterschaften eine Weltpremiere erfahren. Parallel zur Titeljagd im Olympischen Rodeln auf der Kunstbahn, werden auch im Alpinrodeln auf Natureis WM-Medaillen vergeben. Damit finden die Titelkämpfe nach 1977, 1987, 1997, 2007 und 2017 zum sechsten Mal auf der Olympia-Bahn von 1964 statt. Beim letzten Heimspiel kürte sich Wolfgang Kindl zum Doppel-Weltmeister, schnappte sich im Einsitzer im Disziplinenrennen und im Sprint die Goldmedaille.
VOLLE KRAFT VORAUS
